Rosencrantz & Guildenstern Are Dead at the Old Vic Theatre London

Liebe Leser,

Tom Stoppard hat mit seiner Adaption der beiden Hamlet Charaktere Rosencrantz und Guildenstern ein wundervolles Stück Theatergeschichte geschaffen. Immer wieder wird dieses Thema aufgegriffen, neu interpretiert und wurden von Stoppard selbst im Jahre 1990 verfilmt. Damals mit Tim Roth und Gary Oldman in den Hauptrollen. Aktuell wird das Stück am Old Vic in London gegeben. Am Donnerstag fand die lang erwartete Übertragung durch NTlive statt und natürlich waren wir dabei.

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Daniel Radcliffe und Joshua McGuire Foto: Manuel Harlan

Rosencrantz und Guildenstern spielen in Shakespeare’s Hamlet allenfalls Nebenrollen. Tom Stoppart hat sie allerdings zu den tragisch komischen Helden ihrer ganz eigenen Geschichte gemacht. Man trifft sie in einem Wald irgendwo in Dänemark, wo sie seit einiger Zeit gemeinsam Münzenwerfen. Rosencrantz wettet dabei auf Kopf und gewinnt. Immer. Während er sich darüber freut, versucht Guildenstern in einem philosophischen Monolog der Sache auf den Grund zu gehen, bis er sich wundert, warum sie überhaupt in den Wald gingen und angefangen haben dieses Spiel zu spielen. Auf die Lösung kommen sie gemeinsam: sie wurden von einem Boten an den Hof des Königs von Dänemark gerufen. Folgsam wie die beiden sind, machen sie sich direkt wieder auf den Weg. Und da fängt ihre Geschichte erst richtig an.

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One View More – Les Misérables am Broadway

Liebe Leser,

11892056_936450443080167_8917683374839914167_nNew York tut mir nicht gut. Versteht mich nicht falsch, ich liebe diese Stadt. Ja, es ist stressig hier und ja, die schlendernden, ständig stehen bleibenden Touristen gehen mir unfassbar auf die Nerven. Aber Dafür entschädigt so vieles anderes. Ich liebe es, im Central Park zu sitzen und mir einfach nur die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Und es gibt ja wohl nichts schöneres, als sich am Pier der Staten Island Ferry eine freie Bank zu suchen und die vorbeiziehenden Menschen auf sich wirken zu lassen. Abends feiern im Meatpacking District. Gosh, diese Stadt ist vielseitiger als das Repertoire eines verzweifelten Understudies. Ihr wisst, was ich meine. Und doch… Die Stadt tut mir nicht gut. Denn es gibt sie, den einen Strip. Die dunkle Versuchung. Den Tod für mich und meine Geldbörse. Oh ja, ihr wisst wovon ich spreche: Broadway. Ein einfaches kleines Wort und doch so viel Drama, so viel Geschichte, so viel Talent! Und so, so wenig Zeit. Es ist Samstagabend, die Sonne ist bereits untergegangen und die ewig strahlenden Lichter des Times Square haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Wo soll ich zuerst hinsehen? Hier ruft eine Werbebotschaft, sie würde die erfolgreichste Show des Jahres anpreisen, dort wird von der meist diskutiertesten Neuheit gesprochen und überall flimmern die Helden meines Abendprogramms über die mehr als Lebensgroßen Bildschirme. Ein fancy Plakat hier, eine Dame mit Flyern dort. BRAIN OVERLOAD! Hilfe! Halt, stopp! Eigentlich weiß ich, was ich sehen möchte.

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Behind the Scenes at the Royal National Theatre London

Liebe Leser,

meine Affinität zu Britischem Theater kennt bekanntlich nur wenig (ich möchte sagen gar keine) Grenzen. Das ganze geht so weit, dass ich bei meinem letzten Besuch in London – ihr erinnert euch, sechs Nächte, fünf Shows – einen kleinen Traum in Erfüllung gehen lies und hinter die Kulissen des National Theatre blickte. Die Führungen finden täglich statt und sind für jedermann zugänglich. Mit £9 pro Ticket ist es ein wundervoll erschwinglicher Spaß.

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Wer begehrt Einlass? – Ein armer Sünder…

Liebe Leser,

Rudolf Ensemble Foto: Martha Kitzbichler
Rudolf Ensemble
Foto: Martha Kitzbichler

voller Tatendrang begannen wir im August diesen Jahres die ersten Lesungen zum neuen Stück des Dead Parrot Theatre. Nach der Schauerkomödie „Irrlichter“ der letzten Saison hat sich das Ensemble um Autor und Regisseur John Schöllgen dieses Mal an ein ernsteres Thema gewagt – natürlich nicht ganz ohne Augenzwinkern. In „Rudolf – Im Schatten des schwarzen Vogels“ wird die Geschichte des Österreich-Ungarischen Thronfolgers aufgegriffen und erzählt. 2014 jährt sich die Tragödie von Mayerling nämlich zum 125. Mal. Ein Anlass, den tragischen Doppel-Selbstmord Rudolf und Marys genauer zu beleuchten.

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I don’t want realism. I want magic! – A Streetcar Named Desire

Liebe Leser,

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Eindrucksvolle Hauptdarsteller: Vanessa Kirby, Gillian Anderson und Ben Foster

wieder einmal komme ich vollkommen fasziniert aus dem Theater. Und wieder einmal ist der Grund dafür eine Londoner Produktion. Langsam wird es unglaubwürdig. Aber dieses Mal habe ich auch eine gute halbe Stunde nach Ende der Aufführung kein Wort gesprochen, weil ich noch so gefangen von der Intensität dieses Stückes war. Und das, obwohl viele 1000 Kilometer und eine Kinoleinwand zwischen mir und den Schauspielern lagen.

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Come on at least pretend you’re doing fine! – Billy Elliot

Dear reader, I was looking forward to this live broadcasting since… well since it was announced. You can imagine how pleased I was to hear director Stephen Daldry revealing there were some surprises for the audience that night. You might have read about it already, but I was truly surprised and delighted by the return of Liam Mower. Alongside James Lomas and George Maguire he originated the role of … Come on at least pretend you’re doing fine! – Billy Elliot weiterlesen