Trafalgar Transformed: Richard III

Dear Reader,

Martin Freeman Photo: Marc Brenner
Martin Freeman
Photo: Marc Brenner

yes, this is going to be an English review, as I saw this theatrical master piece in London. It just feels right, to review it in it’s original language. As you read last week, I have seen a German production of William Shakespeare’s Richard III a few weeks ago. I love this play and don’t get tired of watching it. Unfortunately the German production wasn’t as good as expected. In fact I was truly disappointed. The Trafalgar Studios, however, just nailed it! I was a huge fan of the first Trafalgar Transformed season, starting in 2013. Even though I was not able to attend a show, I could not help but admire the many events around the new concept. The Trafalgar Studios had fiery debates, post-show Q&As, masterclasses and rehearsed readings, attended by British theater heavy weights such as Andrew Scott and Antonia Fraser. I would have killed to be there. In March 2014 the second season of Trafalgar Transformed was announced. Sherlock-Star and my favorite Hobit Martin Freeman was to play the incredible Richard III in Shakespeares play of the same name. I needed to be there. Lucky for me, I had signed up for a mailing list to get the latest news about the new season. As it turned out later, by doing so I got priority booking. Hell yeah! We got perfect seats on the stage. Jap, you’ve heard right: ON THE STAGE! With Martin Freeman only half a meter away and a bunch of insanely good actors surrounding him, I was probably the happiest theater-girl ever.

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Shakespeare in Jazz – Caroll Vanwelden

„Betwixt mine eye and heart a league is took,
And each doth good turns now unto the other:
When that mine exe is famish’d for a look,
Or heart in love with sighs himself doth smother,
With my love’s picture then my eye doth feast,
And to the painted banquet bids my heart;
Another time mine eye is my heart’s guest,
And in his thoughts of love doth share a part:
So, either by thy picture or my love,
Thy self away art present still with me;
For thou no farther than my thoughts canst move,
And I am still with them, and they with thee;
Or, if they sleep, thy picture in my sight
Awakes my heart, to heart’s and eye’s delight.“

 

Liebe Leser,

mit diesem Sonett – Nummer 47 – begann für mich vor einigen Wochen ein wunderbarer Abend. Die Belgische Jazz-Musikerin Caroll Vanwelden war im Zuge des Neusser Shakespeare Festivals in das Globe Theater gekommen, um ihr neues Album Caroll Vanwelden sings Shakespeare Sonnets II vorzustellen. Es wird zwar erst in den kommenden Wochen veröffentlicht, war aber schon direkt nach der Uraufführung im Shakespeare Shop des Globe erhältlich. Wer besonders großen Gefallen an den Songs und deren Sängerin gefunden hatte, konnte sich sein frisch erworbenes Schätzchen sogar von der Künstlerin signieren lassen.

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Shakespeare Festival Neuss – Richard III

Liebe Leser,

es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich dieses Stück gesehen habe. Dass ich es jetzt erst besprechen und niederschreiben möchte, ist gut für das Stück. Denn ich muss ehrlich sagen, dass ich zunächst alles andere als Begeistert von der Inszenierung der Bremer Shakespeare Company. Es war zu schrill, zu durcheinander zu… Hm. Im Nachhinein habe ich vieles gefunden, das mir doch gefallen hat. Aber beginnen wir von Vorne.

Richard III - Michael Meyer Foto: Marianne Menke
Richard III – Michael Meyer
Foto: Marianne Menke

Richards Monolog, der die Einleitung des Stückes bildet, eigentlich direkt dessen Charakter offen legt und mir normalerweise regelmäßig eine Gänsehaut über den Rücken laufen lässt, wurde in dieser Inszenierung als Gesamtwerk des Ensemble vorgetragen. Das hat mich während der Aufführung bereits gestört und leider hat diese Empfindung sich auch bis heute nicht verändert. Die klare Kälte, die Shakespeare in diese Worte gelegt hat, wurde durch Wiederholungen, Überschneidungen und eine unruhige Choreografie ihres Zaubers beraubt. Da half auch die große darstellerische Leistung Michael Meyers als Richard III nichts.

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Außer der Reihe: Kleidung und Kunst

Liebe Leser,

Außer der Reihe schreibe ich heute für euch. Kunst ist Ansichtssache, hat eine gute Freundin einmal gesagt. Aber kann Kunst auch Anziehsache sein? Die Frage nach Kleidung und Kunst stellt in diesen Tagen das Musem Städl nicht nur in seiner Ausstellung um die textilen Skulpturen Erwin Wurms‘, sondern auch in einer Blogparade. Blogger werden dazu aufgefordert, sich selbst in einem Beitrag mit dem Thema Kleidung als Kunstobjekt zu beschäftigen. Mein Beitrag befasst sich mit der vermutlich nicht zu beantwortenden Frage, wann Kleidung zur Kunst wird.

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Korruption, dein Freund und Helfer

Liebe Leser,

The Company (Ensemble) Photo: Johan Presson
The Company (Ensemble)
Photo: Johan Presson

am Donnerstag hat das National Theatre wieder zu einer Übertragung in die Deutschen Kinos geladen. Anders als sonst, habe ich diesmal die Möglichkeit in Berlin wahrgenommen. Im Sonycenter kommt man sich ja immer ein bisschen besonders vor. Immerhin finden hier die meisten Deutschlandpremieren großer Filme statt. Der rote Teppich ist quasi dauerhaft ausgerollt und dem Teenie-Andrang auf dem Potsdamer Platz nach zu urteilen, scheine ich etwas großes nur um Minuten verpasst zu haben. Berlin ist voller Glitzer und Glamour, das Stück über das ich euch heute berichten möchte
könnte gegensätzlicher nicht sein.

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Read to a child

Dear reader,

 during the last weeks I got to know about the organisation Read to a Child. I first got in contact through Lynne Blaszak and her blog First Thing Tomorrow. She is one of the many mentors who spend an hour a week to read to and of course with a child. On her blog, Lynne shares some of her lunchtime stories.

The Lunchtime Story time is a program designed to make volunteering easy. One lunch hour a week the volunteer visits an elementary school for a read-aloud session. He or she has one reading partner at a time. That way, you help to  improve the reading skills, attitudes and confidence of a child. I’m absolutely fond of this program. Volunteers are asked to commit to one school year in order to get the chance to create a strong bond with their reading partners.

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Romeo und Julia, auch wenn der Tod sie scheidet.

Liebe Leser,

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Ensemble des Dead Parrot Theatre 
Foto: Kaisa

lange haben wir geprobt und viel Zeit und Liebe in das Stück gesteckt. Gestern kam es dann zur lange erwartete Wiederaufführung der Irrlichter. Wir hatten zwar harte Konkurrenz durch das Fußballspiel der Deutschen Nationalmannschaft, aber das Publikum war dennoch zahlreich. Natürlich wird das hier kein Review im klassischen Sinne, denn auch wenn es einige kleine Kritikpunkte geben würde, bin ich im Hinblick auf dieses Stück natürlich parteiisch. Darum beschränke ich mich darauf zu beschreiben. Oh und wenn ihr wollt, begleitet uns doch bei Facebook oder Twitter. Aber zurück zum Wesentlichen.

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Irrlichter Rehearsal Pictures

Dear reader,

today I’ve decided not to give you the English version of the Hairspray Jr. review. Mainly because it was written by a friend and I don’t want to steal her credit. And there is a lot of stuff I could writ about anyway. So today you get an article about the play I’m in right now. It is called Irrlichter, written by John Schöllgen. A young playwright from Düsseldorf who’s play Die Schattenfrau von Venedig recently was performed in Switzerland. He brought our small theatre group called Dead Parrot Theatre to life. I’m very happy about that, because he managed not only to bring together a bunch of amazing actors, but to create a small family. Unlike other ensembles I know, there is no resentment or drama off stage.

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Hairspray Jr. – „Mama, du bist so Fifties!“

Good Morning Baltimore, liebe Theaterfreunde!!!

Heute Abend ist es soweit: Die Premiere von „Hairspray Jr.“ auf dem Kampnagel in Hamburg. Viele Wochen gespickt mit Schweiß, Blessuren und viel, viel Arbeit haben die Absolventen der Stageschool Hamburg 2014 nun hinter sich und freuen sich ihr Abschlussprojekt zu präsentieren. Aufgebaut ist dieses Projekt wie jede andere Musicalproduktion: Am Anfang stand ein großes Casting um zu entscheiden, wer welche Rolle in dem bunten Musical bekommen sollte, danach intensive Wochen mit täglichem Training, Tonaufnahmen, Presseterminen, Promotionaktionen und nicht zu vergessen Probeschminken und -frisieren. Die Mikros sollen in den auftupierten Haaren bloß nicht verrutschen und immer für den best möglichen Sound sorgen.

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Außerdem sind Hunde treu und sie lügen nicht, weil sie nicht reden können…

Liebe Leser,

erinnert ihr euch noch daran, wie begeistert ich von Coriolanus war? Ich glaube ich sagte, dass ich nie etwas besseres gesehen habe und das Tom Hiddleston eine Leistung zeigte, die ihresgleichen nie finden wird. Äh ja, ich sollte aufhören in den Rahmen von Deutschen Theatern zu denken. Denn das Stück, das ich letzte Woche sehen durfte ist zwar thematisch und vom Bühnenbild in keinster Weise mit Josie Rourke’s Shakespeare Adaption zu vergleichen, übertraf aber in jeglicher Form meine Erwartungen. The Curious Incident of the Dog in the Night-Time ist ein wahres Feuerwerk an schauspielerischer Leistung, interessanter Geschichte, großartiger Choreografie und einem ausgefallenen Bühnenbild. Hier der absolut gelungene Trailer:

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