Medea im Schauspielhaus Düsseldorf

Liebe Leser,

Medea
Foto: Sebastian Hoppe

im letzten Jahr war ich aus beruflichen Gründen leider nicht in der Lage, oft ins Theater zu gehen. Und wenn, dann fehlte mir im Anschluss die Zeit auch darüber zu berichten. Das soll sich dieses Jahr wieder ändern. Zwar ist bereits März, aber ich fange lieber spät damit an, als gar nicht. Zu meinem Glück habe ich Freunde, die beim Thema Theater immer an mich denke. So auch vergangene Woche, als der Regisseur Roger Vontobel zur 2. Hauptprobe seiner am 17. März Premiere feiernden Medea geladen hatte. Es sollte unter anderem der Einlass (bzw. das, was währenddessen auf der Bühne passieren sollte), geprobt werden. Dazu waren natürlich möglichst viele Zuschauer notwendig. Über eine Freundin, deren „Schwiegertochter“ gerade ein Praktikum am Schauspielhaus absolviert, erreichte mich diese Einladung. Mehr als gerne kam ich ihr nach.

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Über die unstillbare Gier – Tanz der Vampire in Berlin

Liebe Leser,

mehr als 13 Jahre ist es bereits her, seit ich den Vampiren in Transsilvanien einen Besuch abgestattet habe. Irgendwie waren sie danach immer zu weit weg für mich. Umso mehr habe ich mich also gefreut, als mich ein Besuch nach Berlin und somit wieder direkt in das Schloss des Grafen von Krolock führte. Es ist so unfassbar viel Zeit vergangen und auch wenn ich zwar wusste, dass es Änderungen gab, habe ich nach wie vor die alte Fassung im Schrank stehen gehabt. Die Vampire in Berlin habe ich also ganz bewusst gesehen, als wäre es das erste Mal. Ich habe versucht, nicht mit meinen vagen Erinnerungen Vergleiche zu ziehen, sondern das Stück ganz neu erlebt.

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One View More – Les Misérables am Broadway

Liebe Leser,

11892056_936450443080167_8917683374839914167_nNew York tut mir nicht gut. Versteht mich nicht falsch, ich liebe diese Stadt. Ja, es ist stressig hier und ja, die schlendernden, ständig stehen bleibenden Touristen gehen mir unfassbar auf die Nerven. Aber Dafür entschädigt so vieles anderes. Ich liebe es, im Central Park zu sitzen und mir einfach nur die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Und es gibt ja wohl nichts schöneres, als sich am Pier der Staten Island Ferry eine freie Bank zu suchen und die vorbeiziehenden Menschen auf sich wirken zu lassen. Abends feiern im Meatpacking District. Gosh, diese Stadt ist vielseitiger als das Repertoire eines verzweifelten Understudies. Ihr wisst, was ich meine. Und doch… Die Stadt tut mir nicht gut. Denn es gibt sie, den einen Strip. Die dunkle Versuchung. Den Tod für mich und meine Geldbörse. Oh ja, ihr wisst wovon ich spreche: Broadway. Ein einfaches kleines Wort und doch so viel Drama, so viel Geschichte, so viel Talent! Und so, so wenig Zeit. Es ist Samstagabend, die Sonne ist bereits untergegangen und die ewig strahlenden Lichter des Times Square haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Wo soll ich zuerst hinsehen? Hier ruft eine Werbebotschaft, sie würde die erfolgreichste Show des Jahres anpreisen, dort wird von der meist diskutiertesten Neuheit gesprochen und überall flimmern die Helden meines Abendprogramms über die mehr als Lebensgroßen Bildschirme. Ein fancy Plakat hier, eine Dame mit Flyern dort. BRAIN OVERLOAD! Hilfe! Halt, stopp! Eigentlich weiß ich, was ich sehen möchte.

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Behind the Scenes at the Royal National Theatre London

Liebe Leser,

meine Affinität zu Britischem Theater kennt bekanntlich nur wenig (ich möchte sagen gar keine) Grenzen. Das ganze geht so weit, dass ich bei meinem letzten Besuch in London – ihr erinnert euch, sechs Nächte, fünf Shows – einen kleinen Traum in Erfüllung gehen lies und hinter die Kulissen des National Theatre blickte. Die Führungen finden täglich statt und sind für jedermann zugänglich. Mit £9 pro Ticket ist es ein wundervoll erschwinglicher Spaß.

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Frei und schwerelos – Wicked im Appollo Victoria Theatre London

Liebe Leser,

Willkommen in der Smaragdstadt! Foto: Matt Crocket
Willkommen in der Smaragdstadt!
Foto: Matt Crocket

ich sehe grün! Nur noch grün und das schon seit ein paar Tagen. Ihr habt es sicherlich schon erraten, ich war wieder einmal bei Wicked. Das letzte Mal ist nun etwas mehr als ein Jahr her und das war bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe. Damals war Wicked mein erstes Broadway-Stück und hat dementsprechend tiefe Spuren hinterlassen. Dieses Mal sollte es also das West End sein. Eine nicht minder vielversprechende Adresse. Eigentlich hatten meine zauberhafte Reisebegleitung Susann und ich für diesen Urlaub lediglich zwei Theaterbesuche geplant und uns vorgenommen, die restlichen Abende in irgendeinem mehr oder weniger schebbigen Pub zu verbringen. Auf dem Weg von der Underground zurück an die Oberfläche wurde allerdings ziemlich schnell deutlich, dass es viel zu viel zu sehen gibt, um das Angebot nicht zu nutzen.

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And the award goes to… – The 15th annual What’s on Stage Awards Concert

Liebe Leser,

awards-1200x630atemberaubend, aufwühlend, spannend und erstaunlicherweise überhaupt nicht tränenreich. Das sind nur einige der Worte, mit denen sich das Konzert zu den 15. jährlichen What’s on Stage Awards beschreiben lässt. Es handelt sich hierbei um einen großen englischen Theaterpreis, der ausschließlich durch das Publikum vergeben wird. Und das meine ich wörtlich. Die Theatergänger der ganzen Welt haben zunächst die Möglichkeit, in verschiedenen Kategorien ihre Favoriten zu benennen. Die fünf am häufigsten genannten Namen pro Kategorie werden anschließend für die Awards nominiert. Nun geht es in die heiße Phase und es kann durch das Publikum abgestimmt werden, wer schlussendlich den Preis erhalten soll.

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Slick your hair and wear you buckle shoes!

Liebe Leser

In einer sehr bekannten Stadt, vor gar nicht allzu langer Zeit: Heute ist es also soweit. Mein erstes Musical in Deutschland. Und es wird direkt ein Ausflug nach Chicago! Chicago? Ok, so weit weg geht es nicht, sondern ins Baden-Württembergische Stuttgart, in dem „Chicago“ seit dem 6.11. im Stage Palladium Theater aufgeführt wird.

Leidenschaftlich, aufregend und sexy… das ist Chicago. Jedenfalls verspricht das die Seite des Stage. Die Show biete eine Mischung aus Liebe und Lüge, Ruhmsucht und Eitelkeit, Betrug, Verrat und Verbrechen – garniert mit einzigartigen Tanzszenen und dem Lebensgefühl der 20er Jahre.

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Best damn musical in… Nope!

Liebe Leser,

ganz spontan und um ein sehr chaotisches Jahr entspannt ausklingen zu lassen, habe ich mich gestern Abend dazu hinreißen lassen in die hiesige Musical Night zu gehen. Hiesig heißt in diesem Fall Brunsbüttel. Ihr wisst nicht wo das liegt? Nun ja, verpasst habt ihr nichts. Der kleine Ort an der Stelle, wo die Elbe in die Nordsee mündet, der Nord-Ostsee-Kanal seinen Ursprung hat und bis vor kurzem tatsächlich noch ein aktives Atomkraftwerk stand, hat in der Regel auch nicht wirklich viel zu bieten. Dennoch liegen hier meine Theater-Wurzeln. Genauer gesagt im Elbeforum, einem mittelgroßen Theater mit etwa  500 Plätzen, auf dessen Bühne ich auch schon einmal stehen durfte. In diesem kleinen Ort, auf dieser 140qm großen Bühne geben sich allerdings auch allerhand Größen die Ehre. Warum sollte die Musical Night also schlechter sein, als die Inszenierungen, die man gewöhnt ist?

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Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen.

Liebe Leser,

er begleitete wohl viele von uns in seiner Kindheit und einige vielleicht sogar noch heute. Der kleine Prinz ist ein zeitloses Meisterwerk voller zauberhafter Weisheit, Wahrheit und Glück. Im Januar präsentiert die Drehbühne Berlin dieses Märchen nun zugunsten UNICEF. Eine sehr schöne Sache, die ich nicht nur durch die Veröffentlichung des Pressetextes, sondern natürlich auch durch einen Besuch unterstützen werde. Anfang Februar könnt ihr an dieser Stelle also auch einen ausführlichen Bericht zum kleinen Prinzen lesen. Die Tickets zum kleinen Prinzen könnt ihr übrigens hier bekommen.

Viele Grüße,
Auri der Theatergeist

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Wer begehrt Einlass? – Ein armer Sünder…

Liebe Leser,

Rudolf Ensemble Foto: Martha Kitzbichler
Rudolf Ensemble
Foto: Martha Kitzbichler

voller Tatendrang begannen wir im August diesen Jahres die ersten Lesungen zum neuen Stück des Dead Parrot Theatre. Nach der Schauerkomödie „Irrlichter“ der letzten Saison hat sich das Ensemble um Autor und Regisseur John Schöllgen dieses Mal an ein ernsteres Thema gewagt – natürlich nicht ganz ohne Augenzwinkern. In „Rudolf – Im Schatten des schwarzen Vogels“ wird die Geschichte des Österreich-Ungarischen Thronfolgers aufgegriffen und erzählt. 2014 jährt sich die Tragödie von Mayerling nämlich zum 125. Mal. Ein Anlass, den tragischen Doppel-Selbstmord Rudolf und Marys genauer zu beleuchten.

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