digitaltheatre.com – Die online Videothek für Theater, Oper und Tanz

Liebe Leser,

vor letzte Woche habe ich euch über die Live Screenings des National Theatres in London berichtet und sehr viel positive Rückmeldung erhalten. Es freut mich zu lesen, dass ihr diese Art des Theaters ebenso sehr schätzt wie ich. Leider haben mir auch einige von euch erzählt, sie es gäbe keine Kinos in ihrer Nähe, die diese Vorführungen im Programm haben. Damit ihr dennoch in den Genuss von großartigen, englischsprachigen Produktionen kommen könnt, habe ich heute einen kleinen Geheimtipp für euch.

Digital Theatre ist eine sogenannte „On Demand“ Plattform für künstlerische Inhalte. Jedenfalls beschreiben sie sich selbst so. In zusammenarbeit mit verschiedenen großen Produktionen sowie der Actors Guild und der British Library als Partnern, werden ausgewählte Produktionen aufwändig aus verschiedenen Perspektiven gefilmt und für den Kinoabend vor dem heimischen Fernseher aufbereitet.

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The Taming of the Shrew – Ein Gastspiel der American Drama Group am Schauspielhaus Bochum

Liebe Leser,

The Taming of the shrew 2Shakespeare hat ein umfassendes und sehr beeindruckendes Werk geschaffen. Darunter die allseits bekannten Klassiker wie Romeo und Julia oder Hamlet, von denen vermutlich jeder schon einmal etwas gehört hat. Allerdings waren es nicht nur Dramen, Romanzen und Tragödien, die uns der mysteriöse Brite hinterlassen hat. Nein, es gibt auch eine Reihe von Komödien, mit denen er sein Publikum zu erheitern suchte. Allerdings habe ich das Gefühl, das jene Stücke es selten bis gar nicht in den Englischunterricht schaffen. Umso erstaunter war ich, als der Saal des Bochumer Schauspielhauses am vergangenen Donnerstag durch Oberstufenschüler gut besucht war. Noch erstaunter war ich, als während der Pause einer dieser Schüler hinter mir sagen „Wenn ich auch nur ein Wort verstanden hätte.“ Au waia. Aber dazu später mehr.

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National Theatre Live – Übertragungen in Deutschland 2017

Liebe Leser,

wie ihr wisst fasziniert mich Londoner Theater ganz besonders. Da man natürlich nicht immer mal eben rüber düsen kann, bin ich unglaublich dankbar für die Live und Encore Screenings des National Theatre. Ausgewählte Produktionen werden aufwendig aufbereitet und dann entweder Live oder später als Aufzeichnung in die ganze Welt übertragen. Und da gibt es auch immer mal wieder Schmankerl an Darstellern. In der aktuellen Saison haben sie zum Beispiel Jude Law, Sir Ian McKellen und Sir Patrick Stewart für uns. Sehr, sehr cool! Da verhältnismäßig wenige Menschen davon wissen und der Saal zumindest in meinem Kino immer viel zu leer ist, habe ich an dieser Stelle eine Übersicht der Broadcastingtermine in Deutschland für euch erstell. Solltet ihr aus Österreich oder der Schweiz kommen, oder euch in einem anderen Land herumtreiben, könnt ihr hier nach einem Kino in eurer Nähe suchen, das so eine Übertragung anbietet.

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Medea im Schauspielhaus Düsseldorf

Liebe Leser,

Medea
Foto: Sebastian Hoppe

im letzten Jahr war ich aus beruflichen Gründen leider nicht in der Lage, oft ins Theater zu gehen. Und wenn, dann fehlte mir im Anschluss die Zeit auch darüber zu berichten. Das soll sich dieses Jahr wieder ändern. Zwar ist bereits März, aber ich fange lieber spät damit an, als gar nicht. Zu meinem Glück habe ich Freunde, die beim Thema Theater immer an mich denke. So auch vergangene Woche, als der Regisseur Roger Vontobel zur 2. Hauptprobe seiner am 17. März Premiere feiernden Medea geladen hatte. Es sollte unter anderem der Einlass (bzw. das, was währenddessen auf der Bühne passieren sollte), geprobt werden. Dazu waren natürlich möglichst viele Zuschauer notwendig. Über eine Freundin, deren „Schwiegertochter“ gerade ein Praktikum am Schauspielhaus absolviert, erreichte mich diese Einladung. Mehr als gerne kam ich ihr nach.

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Über die unstillbare Gier – Tanz der Vampire in Berlin

Liebe Leser,

mehr als 13 Jahre ist es bereits her, seit ich den Vampiren in Transsilvanien einen Besuch abgestattet habe. Irgendwie waren sie danach immer zu weit weg für mich. Umso mehr habe ich mich also gefreut, als mich ein Besuch nach Berlin und somit wieder direkt in das Schloss des Grafen von Krolock führte. Es ist so unfassbar viel Zeit vergangen und auch wenn ich zwar wusste, dass es Änderungen gab, habe ich nach wie vor die alte Fassung im Schrank stehen gehabt. Die Vampire in Berlin habe ich also ganz bewusst gesehen, als wäre es das erste Mal. Ich habe versucht, nicht mit meinen vagen Erinnerungen Vergleiche zu ziehen, sondern das Stück ganz neu erlebt.

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One View More – Les Misérables am Broadway

Liebe Leser,

11892056_936450443080167_8917683374839914167_nNew York tut mir nicht gut. Versteht mich nicht falsch, ich liebe diese Stadt. Ja, es ist stressig hier und ja, die schlendernden, ständig stehen bleibenden Touristen gehen mir unfassbar auf die Nerven. Aber Dafür entschädigt so vieles anderes. Ich liebe es, im Central Park zu sitzen und mir einfach nur die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Und es gibt ja wohl nichts schöneres, als sich am Pier der Staten Island Ferry eine freie Bank zu suchen und die vorbeiziehenden Menschen auf sich wirken zu lassen. Abends feiern im Meatpacking District. Gosh, diese Stadt ist vielseitiger als das Repertoire eines verzweifelten Understudies. Ihr wisst, was ich meine. Und doch… Die Stadt tut mir nicht gut. Denn es gibt sie, den einen Strip. Die dunkle Versuchung. Den Tod für mich und meine Geldbörse. Oh ja, ihr wisst wovon ich spreche: Broadway. Ein einfaches kleines Wort und doch so viel Drama, so viel Geschichte, so viel Talent! Und so, so wenig Zeit. Es ist Samstagabend, die Sonne ist bereits untergegangen und die ewig strahlenden Lichter des Times Square haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Wo soll ich zuerst hinsehen? Hier ruft eine Werbebotschaft, sie würde die erfolgreichste Show des Jahres anpreisen, dort wird von der meist diskutiertesten Neuheit gesprochen und überall flimmern die Helden meines Abendprogramms über die mehr als Lebensgroßen Bildschirme. Ein fancy Plakat hier, eine Dame mit Flyern dort. BRAIN OVERLOAD! Hilfe! Halt, stopp! Eigentlich weiß ich, was ich sehen möchte.

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Behind the Scenes at the Royal National Theatre London

Liebe Leser,

meine Affinität zu Britischem Theater kennt bekanntlich nur wenig (ich möchte sagen gar keine) Grenzen. Das ganze geht so weit, dass ich bei meinem letzten Besuch in London – ihr erinnert euch, sechs Nächte, fünf Shows – einen kleinen Traum in Erfüllung gehen lies und hinter die Kulissen des National Theatre blickte. Die Führungen finden täglich statt und sind für jedermann zugänglich. Mit £9 pro Ticket ist es ein wundervoll erschwinglicher Spaß.

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Frei und schwerelos – Wicked im Appollo Victoria Theatre London

Liebe Leser,

Willkommen in der Smaragdstadt! Foto: Matt Crocket
Willkommen in der Smaragdstadt!
Foto: Matt Crocket

ich sehe grün! Nur noch grün und das schon seit ein paar Tagen. Ihr habt es sicherlich schon erraten, ich war wieder einmal bei Wicked. Das letzte Mal ist nun etwas mehr als ein Jahr her und das war bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe. Damals war Wicked mein erstes Broadway-Stück und hat dementsprechend tiefe Spuren hinterlassen. Dieses Mal sollte es also das West End sein. Eine nicht minder vielversprechende Adresse. Eigentlich hatten meine zauberhafte Reisebegleitung Susann und ich für diesen Urlaub lediglich zwei Theaterbesuche geplant und uns vorgenommen, die restlichen Abende in irgendeinem mehr oder weniger schebbigen Pub zu verbringen. Auf dem Weg von der Underground zurück an die Oberfläche wurde allerdings ziemlich schnell deutlich, dass es viel zu viel zu sehen gibt, um das Angebot nicht zu nutzen.

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And the award goes to… – The 15th annual What’s on Stage Awards Concert

Liebe Leser,

awards-1200x630atemberaubend, aufwühlend, spannend und erstaunlicherweise überhaupt nicht tränenreich. Das sind nur einige der Worte, mit denen sich das Konzert zu den 15. jährlichen What’s on Stage Awards beschreiben lässt. Es handelt sich hierbei um einen großen englischen Theaterpreis, der ausschließlich durch das Publikum vergeben wird. Und das meine ich wörtlich. Die Theatergänger der ganzen Welt haben zunächst die Möglichkeit, in verschiedenen Kategorien ihre Favoriten zu benennen. Die fünf am häufigsten genannten Namen pro Kategorie werden anschließend für die Awards nominiert. Nun geht es in die heiße Phase und es kann durch das Publikum abgestimmt werden, wer schlussendlich den Preis erhalten soll.

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Best damn musical in… Nope!

Liebe Leser,

ganz spontan und um ein sehr chaotisches Jahr entspannt ausklingen zu lassen, habe ich mich gestern Abend dazu hinreißen lassen in die hiesige Musical Night zu gehen. Hiesig heißt in diesem Fall Brunsbüttel. Ihr wisst nicht wo das liegt? Nun ja, verpasst habt ihr nichts. Der kleine Ort an der Stelle, wo die Elbe in die Nordsee mündet, der Nord-Ostsee-Kanal seinen Ursprung hat und bis vor kurzem tatsächlich noch ein aktives Atomkraftwerk stand, hat in der Regel auch nicht wirklich viel zu bieten. Dennoch liegen hier meine Theater-Wurzeln. Genauer gesagt im Elbeforum, einem mittelgroßen Theater mit etwa  500 Plätzen, auf dessen Bühne ich auch schon einmal stehen durfte. In diesem kleinen Ort, auf dieser 140qm großen Bühne geben sich allerdings auch allerhand Größen die Ehre. Warum sollte die Musical Night also schlechter sein, als die Inszenierungen, die man gewöhnt ist?

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