Do you know the land of green? – Irland

Liebe Leser,

die oben genannte Textzeile kennt wohl jeder. Seit dieser Woche kenne ich auch endlich das dazu gehörende Land. Irland, Traum meiner schlaflosen Nächte. Seit Monaten planten die wundervolle Henrike und ich bereits unsere Tour, nur um vor Ort fest zu stellen, dass wir unsere Prioritäten vollkommen falsch gesetzt haben.

Das Gras ist dort eben doch grüner...
Das Gras ist dort eben doch grüner…

Gestartet sind wir am 17.03. in Dublin. Richtig, St. Patricks Day. Wir hielten das im Vorfeld für eine ganz wundervolle Idee. Und versteht mich nicht falsch, es war in jedem Fall ein Erlebnis. Allerdings hat Dublin sich an diesem Tag nicht von seiner schönsten Seite gezeigt. Von den vielen Menschen, die wir an diesem Tag kennen lernten, war nicht einer Ire. Die sonst eher beschauliche Stadt zerplatze nahezu aus allen Nähten und war bevölkert von sturzbetrunkenen, sich nicht benehmenden Touristen. Schade, eigentlich. Für uns blieb es bei ein paar Bier, einem Burger und kopfschüttelnden Fremdschämen. Erst als wir bereits auf dem Heimweg waren fanden wir in einer abgelegenen Seitengasse eine typisch irische Musikgruppe, ein paar Tänzer und ein interessantes Gespräch. Dennoch sind wir an unserem ersten Abend auf der grünen Insel nicht wirklich alt geworden.

Das war auch gar nicht so schlimm, denn der Dienstag stand ganz im Zeichen von Kunst und Kultur. Der interessante Stadtkern Dublins ist fußläufig gut zu erkunden. Wir starteten mit der beeindruckenden St. Patricks Cathedral und arbeiteten uns über den St. Stephans Green zur National Gallery vor. Leider befindet sich letztere leider im Umbau, weswegen nur ein paar der alten Meister ausgestellt waren. Dennoch hat sich der Besuch gelohnt, denn auch die wenigen Werke waren allesamt beeindruckend. Rembrant und Vermeer gaben sich die Klinke in die Hand. Doch wirklich traumhaft habe ich mich erst in der Bibliothek des Trinity Colleges gefühlt. 200.000 der ältesten Bücher Irlands! Oh Gott, allein der Duft in dieser heiligen Halle hat mich nahezu entrückt. Das Book of Kells oder die älteste Harfe Irlands waren dabei nur nebensächliche Sehenswürdigkeiten. Die Abendstunden verbrachten wir ganz Ladylike mit Shopping.

Am Mittwoch ging unser Abenteuer erst so richtig los. Wir mieteten ein Auto, um eine Rundreise um den südlichen Teil der Insel zu starten. Direkt zu Beginn wurden wir bereits überrascht. Ein Upgrade erwartete uns. Jippie, würde ich zumindest unter normalen Umständen denken. Auf irischen Straßen jedoch ist ein SUV keine so großartige Idee. Vor allen Dingen nicht, wenn das Navigationssystem einen über 1,5m schmale Straßen führt. Ich bin tausend Tode gestorben. Zur Belohnung gab es jedoch einen Ausblick auf die wunderschöne Muckross Abbey, die wir besuchten ehe wir den allseits berühmten und wirklich traumhaft schönen Ring of Kerry abfuhren. Dort ist auch das obige Bild entstanden. Wilder, blauer Atlantik trifft auf dunkle Steilküste und grüne Wiesen. Wir konnten uns nicht satt sehen und hätten alle 100m anhalten und die Aussicht genießen können. Nur mit Mühe und Not konnten wir uns von den vielen kleinen Wasserfällen, die sich ins Meer ergossen losreißen. Ein weiteres Highlight auf unserer Reise bildeten die Cliffs of Moher, die uns mit bestem irischen Wetter (mit anderen Worten Dauerregen) empfingen. Dennoch waren sie landschaftlich beeindruckend. Ich kann übrigens nicht zählen, wie oft ich in eines der am Straßenrand oder in vollkommener Abgeschiedenheit liegenden Häuser einziehen wollte. Der Plan steht nach wie vor, der Zeitpunkt bleibt bis auf weiteres unbestimmt.

Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben, aber jetzt muss ich erst einmal die Fotos sichten und weiter in Erinnerungen schwelgen. Nächste Woche steht nämlich schon das nächste kleine Highlight an, aber darüber nächsten Freitag mehr. Bis dahin: habt eine schöne Woche!

Euer ergebener
Theatergeist

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